Hoher Angelus/Angelo Grande 3.521m

Genau heute vor 2 Wochen (16.07.2017 stand eine Tour auf den Hohen Angelus am Programm.

Schon bei der Anfahrt über den Reschenpass hat man einen wunderschönen Blick auf die Ortlergruppe. Ausgangspunkt für die Tour ist wie bei unserer ersten Skitour auch dieses Mal der wunderschöne Ort, Sulden in Südtirol.


Damit diese Tour an einem Tag zu bewältigen ist, fährt  dort der Sessellift Kanzel, in der Hochsaison bereits von 8.30 bis 17.50 Uhr.

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Bei der bequemen Bergfahrt mit dem genannten Lift hat man den gewaltigen Ortler immer im Rücken. Wir konnten es nicht unterlassen ständig die Köpfe zu diesem beeindruckenden Berg zu verdrehen.

An der Bergstation (2.348m) angekommen geht es in nördlicher Richtung leicht steigend in Richtung Düsseldorfer Hütte. Hier empfehlen wir den unteren Weg zu nehmen, der obere ist aber ohnehin aufgrund von Steinschlag gesperrt.

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Fast von Anfang an ist die Hütte in Sicht und das Dreigestirn Cevedale, König und Orler im Hintergrund.

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Ab der Hütte (2.721m) gehts es zuerst leicht bergab und danach leicht steigend in Richtung Angelus. Relativ bald nach der Hütte rückt auch dieser ins Blickfeld und bleibt einem fast ständig vor Augen.

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Weiter geht es hier immer der Markierung entlang bis zum Schild „Reinstadler Route“.

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Der Normalweg über die Angelusscharte ist aufgrund erhöhter Steinschlag Gefahr nicht mehr machbar. Spätestens ab dem Einsteig bei der senkrechten Felswand empfehlen wir unbedingt einen Helm zu verwenden. (Im Bild ist der erste Abschnitt der Wand zu erkennen)

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Diese ersten Passagen im Fels sind teilweise mit Drahtseilen versichert und entsprechen einer Klettersteig Schwierigkeit von A/B. Zur zusätzlichen Sicherheit kann dort auch ein Klettersteig Set verwendet werden. Da die restliche Route aber immer wieder freies Klettern bis zu UIAA 1+ erfordert sollte der erste Abschnitt noch keine großen Probleme bereiten.

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Nach einiger Kletterei geht es anschließen wunderschön einen Felsgrat entlang in Richtung Gipfel.

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Je nach Zustand ist es möglich direkt am Gletscher oder über den Grat zu gehen. Für eine Gletscherbegehung sind bei widrigen Bedingungen natürlich Steigeisen und eine komplette Gletscherausrüstung notwendig. Hier ist eine genaue Planung und eine eventuelle Auskunft bei der Düsseldorfer Hütte unerlässlich!

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Vor dem eigentlichen Gipfel umklettert man noch einige Felsblöcke bevor man vor dem doch etwas ungewöhnlichen Gipfelkreuz steht.

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Dort angekommen findet sich zwar kein Gipfelbuch aber dafür eine unglaubliches Panorama! Vollständig von Gletschern umgeben ist dabei der bedeutendste im Süden der  Laaser Ferner.

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Bei guter Sicht sind Ausblicke auf den Reschensee, Muttler/Samnaungruppe, Glockturm/Ötztaler Alpen, Cevedale, König, Ortler und Bernina nur einige der unzähligen Highlights.

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Der Abstieg verlauft identisch mit dem Aufstieg.

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Daher bleibt auch hier die ein oder andere Kletterpassage nicht erspart.

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Am Rückweg zur Düsseldorfer Hütte und weiter bis zum Kanzellift hat man den Ortler ständig im Blick. Dieser ist auch nach dieser Wanderung unser nächstes großes Ziel für welches wir noch einiges an Erfahrung sammeln müssen. Es ist jedoch unser großer Wunsch eines Tages auch auf diesen beeindruckenden Gipfel zu stehen.

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Tourdaten:

  • Ausgangspunkt: Bergstation Kanzellift (2.348m)
  • Talort: Sulden 1.861m
  • Distanz: 14 km
  • Dauer: ca. 7-7.5 Stunden (unsere Gehzeit Gesamt)
  • Tourtyp:  Anspruchsvolle Bergtour, schwierig bei Nässe und Vereisung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind absolute Voraussetzung
  • Ausrüstung:je nach Route und Jahreszeit komplette Gletscherausrüstung (Hochtourenausrüstung), Helm und event. Klettersteig Set
  • Anfahrt: Auf der Inntalautobahn (A12)  nach Landeck zur Anschlussstelle der Reschen-Bundesstraße (B180) nach Nauders. Weiter zum Reschenpass/Reschensee, abwärts durch Vinschgau Richtung Sponding und rechts nach Gomagoi – Sulden.
  • Sicherheit: Die vorgestellten Touren sind nur Empfehlungen. Die Beschreibungen können unvollständig sein und ersetzen nicht eine sorgfältige Tourenplanung sowie die notwendige alpine Erfahrung. Alle Sportler bewegen sich ausschließlich auf ihr eigenes Risiko und sind selbst für ihre Sicherheit verantwortlich. Die Betreiber der Homepage übernehmen diesbezüglich keine Haftung und sind für keinerlei verschulden haftbar. Wir empfehlen daher immer einen ausgebildeten Bergführer zu engagieren.

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